Alles begann mit einem Kleinauftrag, den unser Vize-Präsident
Markus dem deutschen Malermeister und Wochenaufenthalter Sigi erteilte.
Beiläufig stellte sich dabei heraus, dass Sigi’s
Tochter Karen ebenfalls eine leidenschaftliche Tischtennisspielerin ist
und Ihren Sport in einem kleinen Ort irgendwo bei Saarbrücken ausübt.Wie
wäre es also mit einem Freundschaftsspiel und ein bisschen Kulturaustausch?
Gesagt, Getan!
Am letzten Oktoberwochenende reiste eine15-köpfige
Gruppe des TTC Greifensee zu einem Gastspiel gegen, oder besser mit dem
Tischtennisverein Niederlinxweiler.
Man merkte bald, dass der sportliche Teil des Unternehmens
nicht unbedingt im Vordergrund stand.
Während der Fahrt im Hochgeschwindigkeitszug ICE
erholten sich Einige von der teilweise sehr kurzen Nacht, Andere sahen
gedankenverloren zu, wie die süddeutsche Landschaft an Ihnen vorbei
flitzte und die Uebrigen genossen bei einem Jass das deutsche Nationalgetränk.
In Homburg wurden wir von einer Delegation unseres neuen Partnervereins abgeholt und zu einem kleinen Hotel gefahren
Am Nachmittag stand dann das Freundschaftsspiel auf dem Programm. Der offizelle Empfang in der Turnhalle Niederlinxweiler übertraf all unsere kühnsten Erwartungen. Die Halle war dekoriert als stünde ein Länderspiel mit internationaler Bedeutung an. Zwei riesige Landesfahnenund unzählige kleine Fähnchen zierten die Sportstätte. Der Ortsvorsteher begrüsste uns mit ernstem Gesicht, Geschenke wurden ausgetauscht und natürlich standen auch Kaffee und Kuchen zum Verzehr bereit.
Irgendwann begannen wir doch noch, wofür wir eigentlich
gekommen waren: Uns sportlich zu messen um dann möglichst schnell
gemütlich zu schmausen.
Für jene die es interessiert, unsere deutschen Freunde
haben uns relativ deutlich auf gewisse Trainingsrückstände aufmerksam
gemacht. Beim anschliessenden Fest erwiesen wir uns jedoch in punkto Trink-
und Singfähigkeit als ebenbürtig.
Am Sonntagmorgen hätten wir von der Umstellung auf
die Winterzeit profitieren können, wenn, ja wenn das der selbsternannte
Weckmeister auch gewusst hätte.
Aber halb so schlimm, dann wurde eben das Frühstück
etwas ausgedehnt.
Um zehn Uhr wurden wir von einer grossen Gruppe deutscher
Ping-Pöngler, für einen Besuch im Bergbaumusem Bexbach abgeholt.
Trotz teilweise stark eingeschränktem Aufnahmevermögen
war es für mich interessant, etwas über die harte Arbeit unter
Tage und deren Geschichte zu erfahren.
Das anschliessende und zugleich abschliessende Mittagessen
war, Gott sei Dank, wesentlich besser als die Bedienung.
Beim Abschied auf dem Bahnhof Homburg einigte man sich noch auf einen Gegenbesuch in zwei Jahren, um dann glücklich und müde nach Hause zu fahren.
Doch es kam anders:Beim Umsteigen in Mannheim erwischte
fast die Hälfte der Gruppe den falschen ICE und reiste mit samt Kollektivbillet
in Richtung Stuttgart.
Die verbliebenen neun Reiseteilnehmer amusierten sich
auf dem restlichen Heimweg nicht ohne Schadenfreude. Aber auch unsere Irrfahrer
kamen, mit knapp zwei stündiger Verspätung, gut in Greifensee
an.
Uebrigens: Wir trainieren jeweils am Dienstagabend um 20 Uhr im Schulhaus Wüeri
Noch wichtiger:
Der TTC Greifensee feiert im September 1997 mit einem
rauschenden Fest sein 20-jähriges Bestehen !!!
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letzte Änderung: 18.08.00