Besuch des TTC Greifensee (Schweiz) beim Tischtennisverein Niederlinxweiler e.V. 1996
Ein Bericht von Klemens Kaufmann (Greifensee)

Greifensee trifft Niederlinxweiler - Gastspiel unseres Tischtennisclubs im deutschen Saarland

Alles begann mit einem Kleinauftrag, den unser Vize-Präsident Markus dem deutschen Malermeister und Wochenaufenthalter Sigi erteilte.
Beiläufig stellte sich dabei heraus, dass Sigi’s Tochter Karen ebenfalls eine leidenschaftliche Tischtennisspielerin ist und Ihren Sport in einem kleinen Ort irgendwo bei Saarbrücken ausübt.Wie wäre es also mit einem Freundschaftsspiel und ein bisschen Kulturaustausch?
Gesagt, Getan!
Am letzten Oktoberwochenende reiste eine15-köpfige Gruppe des TTC Greifensee zu einem Gastspiel gegen, oder besser mit dem Tischtennisverein Niederlinxweiler.

Man merkte bald, dass der sportliche Teil des Unternehmens nicht unbedingt im Vordergrund stand.
Während der Fahrt im Hochgeschwindigkeitszug ICE erholten sich Einige von der teilweise sehr kurzen Nacht, Andere sahen gedankenverloren zu, wie die süddeutsche Landschaft an Ihnen vorbei flitzte und die Uebrigen genossen bei einem Jass das deutsche Nationalgetränk.

In Homburg wurden wir von einer Delegation unseres neuen Partnervereins abgeholt und zu einem kleinen Hotel gefahren

Am Nachmittag stand dann das Freundschaftsspiel auf dem Programm. Der offizelle Empfang in der Turnhalle Niederlinxweiler übertraf all unsere kühnsten Erwartungen. Die Halle war dekoriert als stünde ein Länderspiel mit internationaler Bedeutung an. Zwei riesige Landesfahnenund unzählige kleine Fähnchen zierten die Sportstätte. Der Ortsvorsteher begrüsste uns mit ernstem Gesicht, Geschenke wurden ausgetauscht und natürlich standen auch Kaffee und Kuchen zum Verzehr bereit.

Irgendwann begannen wir doch noch, wofür wir eigentlich gekommen waren: Uns sportlich zu messen um dann möglichst schnell gemütlich zu schmausen.
Für jene die es interessiert, unsere deutschen Freunde haben uns relativ deutlich auf gewisse Trainingsrückstände aufmerksam gemacht. Beim anschliessenden Fest erwiesen wir uns jedoch in punkto Trink- und Singfähigkeit als ebenbürtig.

Am Sonntagmorgen hätten wir von der Umstellung auf die Winterzeit profitieren können, wenn, ja wenn das der selbsternannte Weckmeister auch gewusst hätte.
Aber halb so schlimm, dann wurde eben das Frühstück etwas ausgedehnt.

Um zehn Uhr wurden wir von einer grossen Gruppe deutscher Ping-Pöngler, für einen Besuch im Bergbaumusem Bexbach abgeholt.
Trotz teilweise stark eingeschränktem Aufnahmevermögen war es für mich interessant, etwas über die harte Arbeit unter Tage und deren Geschichte zu erfahren.
Das anschliessende und zugleich abschliessende Mittagessen war, Gott sei Dank, wesentlich besser als die Bedienung.

Beim Abschied auf dem Bahnhof Homburg einigte man sich noch auf einen Gegenbesuch in zwei Jahren, um dann glücklich und müde nach Hause zu fahren.

Doch es kam anders:Beim Umsteigen in Mannheim erwischte fast die Hälfte der Gruppe den falschen ICE und reiste mit samt Kollektivbillet in Richtung Stuttgart.
Die verbliebenen neun Reiseteilnehmer amusierten sich auf dem restlichen Heimweg nicht ohne Schadenfreude. Aber auch unsere Irrfahrer kamen, mit knapp zwei stündiger Verspätung, gut in Greifensee an.

Uebrigens: Wir trainieren jeweils am Dienstagabend um 20 Uhr im Schulhaus Wüeri

Noch wichtiger:
Der TTC Greifensee feiert im September 1997 mit einem rauschenden Fest sein 20-jähriges Bestehen !!!

 
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letzte Änderung: 18.08.00