Die A-Schüler des TTV Niederlinxweiler wollen jetzt den fünften Platz
Bei den Deutschen Tischtennis-Mannschaftsmeisterschaften
der
A-Schülerinnen und Schüler im St.Wendeler Sportzentrum haben
die Jungen aus Niederlinxweiler als Vertreter des Saarländischen
Tischtennisbundes den Einzug in die Finalrunde leichtfertig
verspielt. Das dritte Spiel der Vorrunde gegen die bayrische
Mannschaft aus Weiden verloren sie zwar mit dem klaren
Ergebnis von 1:6, aber es war viel mehr drin.
Daniel Sahner, Daniel Haag, Julian Beisecker und Mirko Habel
waren so auf das Ziel fixiert, mindestens das Halbfinale zu
erreichen, dass sie im dritten und entscheidenden Spiel gegen
die DJK Weiden aus Bayern verkrampften. Die Gespräche im
Vorfeld und die große Erwartungshaltung der Fans aus
Niederlinxweiler und dem Saarland übten einen so hohen Druck
auf die vier Nachwuchstalente aus, dem sie nicht
standhielten. Da der Hessenmeister TTC
Dorheim, der sich bei der Südwestmeisterschaft
im Mai 2002 in Homburg vor dem
Vize-Südwestmeister TTV Niederlinxweiler den
Titel holte, als Favorit bei den Deutschen
Meisterschaft gehandelt wurde, nährte das
die Hoffnung auf den Einzug ins Halbfinale, da sich
die Saarländer in Homburg den Hessen nur knapp
geschlagen geben mussten.
Bereits am Freitag waren alle Mannschaften in St.
Wendel, trainierten ab 17 Uhr, ehe Abends
Bürgermeister Klaus Bouillon als Schirmherr
der Veranstaltung höchstpersönlich den
Schwenkbraten zubereitete. Die Auslosung um19.30
Uhr im Sportzentrum wurde mit
Spannung erwartet. In zwei Gruppen spielten die
acht Endrundenteilnehmer der Mädchen und
Jungen die Vorrunde am Samstag, 22. Juni 2002,
ab 09.00 Uhr aus. Das regionale Interesse
lag natürlich bei den Jungen, da bei den Mädchen
keine Saarmannschaft den Einzug in die
Finalrunde geschafft hatte. Während in der
Gruppe B der TTC Dorheim vor Ochsenhausen
seiner Favoritenrolle auch gerecht wurde, wurde
es in der Gruppe A spannender, nicht zuletzt
wegen der saarländischen Beteiligung. Leichter
Favorit war nach dem Einspielen die
Mannschaft aus der Bundeshauptstadt, Hertha BSC
Berlin. Schon gleich im ersten Spiel
standen sich Niederlinxweiler und die Berliner
gegenüber.
1.Spiel: TTV Niederlinxweiler - Hertha BSC Berlin
Immerhin „nur“ mit 2:6 verloren die Niederlinxweiler,
während Berlin die beiden anderen spiele
mit 6:0 für sich entschied. Die beiden Doppel
Daniel Sahner/Daniel Haag und Julian
Beisecker/Mirko Habel gingen jeweils mit 1:3 verloren.
So stand es nach den Doppeln 0:2.
Daniel Sahner siegte anschließend mit 3:2,
während Daniel Haag klar mit 0:3 verlor. Mirko
Habel verlor knapp mit 2:3. Als Julian Beisecker
mit 3:2 gewann, stand es 2:4. Daniel Sahner
musste wieder an die Platte, verlor mit 9:11; 11:9;
8:11; 11:6; 5:11 unglücklich im fünften
Satz. Als Daniel Haag im nächsten Spiel mit
7:11; 12:10; 7:11; 1:11 in vier Sätzen verlor,
ließen die Jungen nach der 2:6 Niederlage
den Kopf nicht hängen. Noch war alles drin.
2.Spiel: TTV Niederlinxweiler - TuB Bocholt
Das erste Doppel entschieden Daniel Haag/Daniel
Sahner nach anfänglichen Schwierigkeiten
noch mit 11:13; 7:11; 11:7; 11:5;11:8 für
die Saarländer. Am Nachbartisch ging das zweite
Doppel Julian Beisecker/Mirko Habel mit 11:9,11:6;11:6
ziemlich klar an die Heimmannschaft.
Das gab die nötige Sicherheit. Nach den beiden
folgenden Einzelspielen von Daniel Sahner,
der mit 3:1 gewann und Daniel Haag, der mit 1:3
verlor, holten Julian Beisecker mit 3:2 und
Mirko Habel mit 3:0 die Punkte fünf und sechs,
ehe Daniel Sahner mit einem glatten 3:0 den
umjubelten Siegpunkt zum 6:1 beisteuerte.
3.Spiel: TTV Niederlinxwiler - DJK Weiden
Das letzte Vorrundenspiel musste die Entscheidung
über Platz zwei in der Gruppe A bringen.
Das Doppel Haag/Sahner holte mit einem 3:1 den
ersten Punkt. Beim zweiten Doppel lief es
nicht so gut. Nach anfänglich gutem Spiel
und dem 11:7 verloren Beisecker/Habel die drei
nächsten Spiele und die Mannschaft insgesamt
die Linie. Nichts ging mehr, der Druck war zu
groß für die Jungen aus Niederlinxweiler.
Auch die Trainer waren machtlos, trotz einiger
Unterbrechungen und viel taktischen Anweisungen
wurden die nächsten Spiele verloren. Die
Youngster im Team, Julian Beisecker und Mirko Habel
zeigten wie Daniel Haag Nerven und
gaben ihre Spiele jeweils mit 0:3 ab, wobei alle
drei durchaus in Normalform gute
Siegchancen gehabt hätten. Dennoch, bis zum
1:5 Spielstand hofften die Fans weiter. Als
Daniel Sahner jedoch wieder äußerst
unglücklich nach 11:9; 10:12; 10:12, 11:8 wie schon
sein erstes Einzel (11:9; 11:13; 12:10; 12:10,
8:11) im fünften Satz mit 9:11 verlor, war der
Traum vom Einzug ins Halbfinale ausgeträumt.
Morgen ab 09.00 Uhr müssen die Jungen als Dritter
der Gruppe A gegen den Vierten der
Gruppe B spielen. Der Sieger spielt anschließend
um den fünften, der Verlierer um den
siebten Platz, immerhin unter den besten acht Mannschaften
Deutschlands.
(gefunden auf www.sportregio.de)
aus: Saarbrücker Zeitung, 02.04.2001 |
aus: Cityjournal St. Wendel, März 2001 |
aus: dts, Ausgabe 03/2001 |
aus: St. Wendeler Stadtrundschau, Ausgabe Nr 51, 2000 (20.12.2000) |
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